An diesem Wochenende wurde ich zu Alice – Alice im Wunderland. Okay, ich gebe zu ... Raupe Absolem,
Hoppelhase und Co. habe ich wohl nicht gerade getroffen ... auch wenn es an dem
Ort, an den ich gereist bin, durchaus absonderliche Gestalten zu beobachten gab.
Denn ich war zum allerersten Mal in meinem Leben auf einem Festival – dem
KAMEHAMEHA Festival 2016 in Offenburg.
Ja. Genau. Es mussten erst 25 Jahre meines Daseins vergehen,
bis ich mich endlich dazu aufgerafft habe einen Fuß auf eine derartige
Veranstaltung zu setzten. Irgendwas ist mit mir passiert. Vielleicht habe ich
mich wirklich in Alice verwandelt, die völlig und ganz jene bösen Töne vergaß,
die sie einmal diesbezüglich spuckte #eswurdeaberauchlangsammalzeit.
Festivals sind nämlich nie mein Ding gewesen. Dachte ich
zumindest. Aber wie sagt man doch so schön: Irren ist menschlich. Nein, ganz ehrlich: Ich assoziierte mit Festivals immer einen Haufen verstrahlter und betrunkener
Leute, die sich sonstige Pillen reingepfiffen hatten und zu immer monotonen
Basstönen ihre Füße in den Boden stampften, während es vom Himmel erbsengroße
Regentropfen trommelt.
Geregnet hat es – klischeehafter Weise – natürlich auch auf dem KAMEHAMEHA Festival! Aber die
Menschen dort waren alle sehr liebenswert und wenn ich jetzt daran zurückdenke,
wie viele lachende, gut gelaunte Gesichter ich gesehen habe, die trotz Regen
unter dem wolkenverhangenen Himmel ihre Hüften schwangen, wird mir wieder ganz
warm ums Herz.
Ach ja ... Tanzen! Das ist pure
Lebensfreude! Ich könnte den ganzen Tag nichts anderes tun - obwohl es zuweilen nur meine Füße sind, die in der Arbeit verräterisch unter meinem Schreibtischstuhl wippen ... sobald ich Zuhause bin, zapple ich allerdings zu einer gepflegten Runde Gute Laune Songs durch mein Zimmer. Bevorzugt im Schlafanzug und mit Haar-Bürste in der Hand - als Mikrophon versteht sich. Irgendwo darf man die Klischees dann eben doch nicht auslassen.
Apropos Klischees. Dieses Wochenende habe ich wirklich gemerkt, wie verdammt gut es tun kann, sich Neuem zu öffnen und
seinen Horizont zu erweitern, bevor man seinen Kopf weiterhin in abstrusen
Vorurteilen badet. Und immerhin: KAMEHAMEHA steht für "Energie, die Kraft der Mächte und Naturgewalten, die Vereinigung von Musik, Erlebnis Liebe und Freundschaft" - wie es regelrecht poetisch vom Veranstalter hieß. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil! Das Festival-Fieber hat mich gepackt und ich könnte gleich schon wieder meine Arme in die Luft
schwingen, meine Beine zu einem munteren Shuffle verführen (warum wusste
ich noch nicht mal, dass ich das kann?! #manlerntnieaus) und bis zum Morgengrauen in rhythmischer
Ekstase durch Schlammpfützen grooven.
Ich bin überaus dankbar, dass ich auf dem KAMEHAMEHA Festival zu jeder Gelegenheit mein
Handy gezückt habe, um ein paar bewegte Bilder einzufangen und damit Momente, in denen das Leben vor GLÜCK pulsierte!
Denn woraus besteht das Leben, wenn nicht aus Augenblicken? Manche klein, manche groß. Und doch sind diese Augenblicke das Einzige, was wir wirklich und wahrhaftig mit GLÜCK füllen können. Als wäre unser Leben ein Feld, das mit Liebe gedüngt werden muss, um schöne Blumen des GLÜCKS wachsen zu lassen, wobei jede einzelne, eine Erinnerung trägt, die uns immer wieder ein magisches Lächeln auf die Lippen zaubern kann.
Und das möchte ich jetzt mit euch
teilen und euch mitnehmen ins Wunderla – ähm auf das KAMEHAMEHA Festival 2016.
Meinem ersten Festival. Das Festival, das mir für immer im Gedächtnis bleiben wird.